Esther Bejarano zu Besuch in Bad Nenndorf | 15.09.2018

Imke Hennemann-Kreikenbohm im Gespräch mit Esther Bejarano

Am 15.09.2018, dem Internationalen Tag der Demokratie, war Esther Bejarano im Gymnasium Bad Nenndorf zu Besuch. Bei einer Lesung unter der Überschrift „Mut zum Leben“ sprach die 93 jährige Frau und Auschwitz-Überlebende vor einer vollen Aula. „Wir sterben jetzt aus“ sagt sie. Am 27. Januar vor 73 Jahren wurde das Vernichtungslager befreit. Die Überlebenden sind heute weit über 80 Jahre alt; es gibt nicht mehr viele, die von dem Grauen berichten können. Esther Bejarano kann sie an zwei Händen abzählen – zum Papstbesuch nach Rom kamen nur sechs. So fit wie sie sind die wenigsten. „Deswegen habe ich so viel zu tun.“ meint sie.
Nach der Lesung sang und rappte sie mit der Band Microphone Mafia. Die jungen Männer, ein Muslim und ein Christ, rappen; Esther, die Jüdin, sang; ihr Sohn Joram spielt Gitarre. Drei Generationen aus drei Religionen spielten Lieder über den jüdischen Widerstand – antifaschistische und antimilitaristische Lieder auf Jiddisch, Italienisch, Französisch, Deutsch, Türkisch.

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