Grüne sprechen sich für einen kostenfreien Zugang zum Kurpark aus
Für die Grünen steht fest: „Der Kurpark muss auch künftig ein öffentlicher Raum und ein Ort für die Menschen in Stadt und Samtgemeinde Nenndorf bleiben“, sagt Fraktionsvorsitzende Imke Hennemann-Kreikenbohm.
„Besonders interessant wäre ein Modell, bei dem für auswärtige Besucherinnen und Besucher während einer Saison ein Saison- oder Tageseintritt erhoben wird. Gleichzeitig könnten neben den Einwohnerinnen und Einwohnern beispielsweise Kinder, Jugendliche oder weitere festzulegende Gruppen freien Eintritt erhalten“, erläutert Ratsherr Dietmar Buchholz.
Über die kommunalen Steuern tragen die Bürger*innen zur Finanzierung des Kurparks bei. Deshalb sollte ihnen der Kurpark auch weiterhin ohne zusätzliche Eintrittskosten offenstehen“, so Mirko Knoche, Ratsherr der Grünen im Finanzausschuss.
Notwendig ist zunächst ein schlüssiges touristisches Gesamtkonzept. Dieses sollte aufzeigen, welche Rolle der Kurpark künftig für Bad Nenndorf spielen soll als Erholungs- und Begegnungsort, als touristischer Anziehungspunkt, als Veranstaltungsort und als Teil des Kur- und Tourismusangebots der Stadt. „Dabei darf nicht vergessen werden, dass Bad Nenndorf als Kurort prädikatisiert ist. Der Kurpark ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Kurortcharakters und damit weit mehr als eine touristische Attraktion,“ mahnt Ratsherr Peter Olk.
Die Grünen sehen Möglichkeiten, zusätzliche Einnahmen zu erzielen, ohne den gesamten Kurpark kostenpflichtig zu machen. Denkbar sind klar abgegrenzte und besondere Angebote, etwa Führungen, kulturelle Veranstaltungen oder saisonale Attraktionen. Auch wiederkehrende Veranstaltungen wie Backtage im Herbst könnten den Kurpark beleben und gleichzeitig Einnahmen generieren.„Ein attraktives Angebot kann dazu führen, dass Menschen gerne bereit sind, für eine besondere Veranstaltung oder Führung zu bezahlen. Dafür muss aber nicht der Zugang zum gesamten Kurpark kostenpflichtig werden,“ führt Fraktionsvorsitzende Imke Hennemann-Kreikenbohm aus.
Auch bei der Pflege und Bewirtschaftung des Kurparks gibt es Möglichkeiten, langfristig Kosten zu reduzieren und gleichzeitig ökologische Standards zu stärken. Eine weitere Bewässerung mit Trinkwasser ist vor den zunehmenden Herausforderungen durch Hitze und Trockenheit keine Lösung.
In anderen botanischen Gärten und Parkanlagen übernehmen Ehrenamtliche bereits Aufgaben der Pflege, Beet-Patenschaften mit Pflegekontrakt, die häufig in Vereinen organisiert sind. Auch für Bad Nenndorf könnte ein solches Modell interessant sein. Ehrenamtliche Strukturen könnten beispielsweise bei Veranstaltungen, Führungen, der Vermittlung von Pflanzenwissen oder bei der Betreuung einzelner Projekte mitwirken. Beim Ehrenamt könnte der LaGa Förderverein möglicherweise mit neuen Aufgaben betraut werden. „Die professionelle Pflege und Unterhaltung durch die Stadt kann dadurch nicht ersetzt, aber sinnvoll ergänzt werden“, sagt Dietmar Buchholz.